Der häufigste Fehler auf Websites: Die Texte klingen gestelzt. „Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen für Ihre individuellen Anforderungen.“ So redet niemand. Gute Website-Texte klingen wie ein Mensch, der dir etwas erklärt. Hier kommst du dahin.
Schreib, wie du sprichst
Stell dir eine echte Kundin oder einen echten Kunden vor dir vor und erklär die Sache einfach.
- Sprich es zuerst laut aus, dann schreib es so auf.
- Kurze Sätze — ein Gedanke pro Satz.
- Lies den fertigen Text laut. Wo du stolperst, schreibst du um.
Werde konkret
Vage Worte sagen nichts. Konkrete schaffen Vertrauen.
- Streich Floskeln: „innovativ“, „hochwertig“, „Ihr Partner für Erfolg“.
- Nicht „hochwertige Produkte“, sondern „Kaffee, den wir in kleinen Mengen selbst rösten“.
- Echte Zahlen, Beispiele und Details wirken mehr als jedes Werbewort.
Sprich den Leser an, nicht über dich
Dein Gegenüber will wissen: Was habe ich davon?
- „Du bekommst …“ statt „Wir bieten …“.
- Dreh die Sätze vom Wir aufs Du.
- Bei jeder Zeile fragen: Was springt für die Person raus, die das liest?
Weniger ist mehr
- Der erste Entwurf ist immer zu lang. Streich beim zweiten Durchgang die Hälfte.
- Jedes Wort, das nichts sagt, fliegt raus.
- Ein klarer Satz schlägt drei geschraubte.
Einfach heißt nicht simpel
Einfache Sprache ist nicht dumm — sie ist respektvoll. Sie spart deiner Leserschaft Mühe. Fachbegriffe nur dann, wenn deine Kundschaft sie selbst benutzt.
Vorher und nachher
So wird aus gestelzt lebendig:
- „Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen für Ihre individuellen Anforderungen.“ → „Sag uns, was du brauchst — wir bauen es dir.“
- „Unser Betrieb zeichnet sich durch höchste Qualität aus.“ → „Wir rösten unseren Kaffee in kleinen Mengen, frisch auf Bestellung.“
- „Zögern Sie nicht, uns bei Fragen zu kontaktieren.“ → „Fragen? Ruf einfach an.“
- „Willkommen auf unserer Website.“ → „Möbel aus Tiroler Holz, gefertigt in Jenbach.“
- „Nutzen Sie die Möglichkeit, von unseren Leistungen zu profitieren.“ → „Probier’s aus — die ersten 7 Tage gratis.“
Merkst du den Unterschied? Konkret, kurz, mit „du“ — und es klingt nach einem Menschen.
Der Vorlese-Test
Lies deinen fertigen Text jemandem vor, der dich nicht kennt. Klingt es wie du? Versteht die Person sofort, was du machst und was sie als Nächstes tun soll? Dann passt es.
In drei Sätzen
- Schreib, wie du sprichst — stell dir einen echten Menschen vor und erklär es ihm.
- Streich Floskeln, werde konkret und sprich dein Gegenüber mit „du“ an: Was hat es davon?
- Lies laut vor; was sich holprig anhört, schreibst du um.
Bei Tagfalter füllst du fertige Layouts mit deinen eigenen Worten — den Rahmen bauen wir, deine Stimme bringst du ein.
Quelle: https://tagfalter.rothirsch.tech/schreib-wie-du-sprichst-texte-die-ankommen/
