Jemand legt ein Glas Honig in den Warenkorb, klickt auf Bezahlen und sieht: Versand 8,90 Euro. Für ein Glas um sieben Euro. Der Kauf ist an dieser Stelle vorbei, und du erfährst es nie.
Das Problem ist die Pauschale. Ein Betrag für alles passt nie für alles. Setzt du ihn niedrig an, zahlst du bei jedem großen Paket drauf. Setzt du ihn hoch an, verschreckst du alle, die nur eine Kleinigkeit wollen. „Dann rechne ich halt irgendwas dazwischen.“ Das trifft dann beides nicht.
Ein Etikett mit Kosten
Dein Tagfalter Shop kann es anders: Du legst Versandklassen an. Eine Versandklasse ist ein Etikett mit einem Betrag. Zum Beispiel „Brief“ für 2,50 Euro, „Päckchen“ für 4,90 Euro, „Paket“ für 8,90 Euro. Dann bekommt jedes Produkt eines dieser Etiketten. Beim Bezahlen rechnet der Shop den Betrag dazu, der zum Produkt gehört. Du musst nichts nachrechnen und nichts nachträglich erklären.
Die Zahlen sind nur Beispiele. Du trägst ein, was dich der Versand wirklich kostet.
Für wen sich das lohnt
Für alle, die Unterschiedliches verschicken. Stell dir eine Imkerei in Tirol vor, die Bienenwachstücher, Honiggläser und zu Weihnachten eine Geschenkkiste mit drei Gläsern und einer Flasche Met verkauft. Drei Produkte, drei Größen, drei verschiedene Portokosten. Mit Versandklassen sieht das so aus:
- Bienenwachstücher, Set mit drei Stück: Versandklasse „Brief“
- Blütenhonig, 500 g: Versandklasse „Päckchen“
- Geschenkkiste zu Weihnachten: Versandklasse „Paket“
Wer nur die Tücher bestellt, zahlt den Brief. Wer die Kiste bestellt, zahlt das Paket. Niemand zahlt für etwas, das nicht ankommt.
Wer nur eine Sorte Ware in einer Größe verschickt, braucht das nicht. Eine Klasse reicht dann, und das ist kein Mangel, sondern Ordnung.
So richtest du es ein
Das ist kein Abend Arbeit, meist geht es deutlich schneller.
- Geh in deinem Shop-Bereich zum Versand. Dort legst du die Versandklassen an: ein Name, ein Betrag. Nimm Namen, die du selbst in einem Jahr noch verstehst, „Brief“, „Päckchen“, „Paket“ reichen meistens.
- Öffne ein Produkt zum Bearbeiten. Dort wählst du die passende Versandklasse aus und speicherst.
- Mach das für jedes Produkt, das du verschickst. Bei Dateien zum Herunterladen fällt der Schritt weg, die brauchen kein Porto.
Danach prüfst du es einmal selbst: Leg das kleinste Produkt in den Warenkorb und schau, was beim Bezahlen steht. Dann das größte. Wenn beide Beträge stimmen, bist du fertig.
Zwei Dinge, die sich bewährt haben
Wenige Klassen sind besser als viele. Drei Klassen deckst du im Kopf ab, bei acht verwechselst du sie irgendwann selbst. Und schau einmal im Jahr auf die Beträge: Die Post ändert ihre Tarife, dein Shop merkt das nicht von allein.
Der Betrag muss nicht auf den Cent stimmen. Er muss ehrlich sein. Wer für ein Glas Honig den Preis eines Briefes zahlt, kauft eher. Wer dafür den Preis eines Pakets zahlen soll, geht oft. Das ist der ganze Unterschied.
Ausprobieren
Du hast noch keinen Tagfalter Shop? Die Tagfalter Seite kannst du sieben Tage kostenlos testen, den Shop buchst du dazu. Was Seite und Shop kosten, steht auf der Produktseite. Hier startest du deine Testphase und legst heute Abend deine ersten Versandklassen an.
Foto: Monstera Production auf Pexels
Quelle: https://tagfalter.rothirsch.tech/kennst-du-schon-versandkosten-je-produkt/
