Ein Gast sitzt am Tisch, scannt die Karte, tippt zwei Gerichte an und drückt auf Bestellen. Für ihn ist die Sache damit erledigt. Für die Seite fängt sie an diesem Punkt erst an, und genau dieser Punkt hat Tagfalter in der vergangenen Woche beschäftigt: Was muss alles passieren, damit aus dem Tippen ein Teller wird, und was darf dabei nicht passieren?

Die Nachricht muss ankommen, bevor der Gast ungeduldig wird

Eine Bestellung, die in einer Liste liegt, die niemand aufmacht, ist wie eine Glocke an der Küchentür ohne Klöppel. Die erste Frage der Woche war deshalb: Wie erfährt die Person hinter der Theke, dass etwas gekommen ist? Per Mail geht das, aber eine Mail schaut im Service niemand alle zwei Minuten nach. Es braucht eine Nachricht, die aufs Handy kommt wie eine Textnachricht, mit Tisch oder Zimmer gleich in der ersten Zeile.

Dabei gab es eine Weggabelung. Der schnelle Weg wäre gewesen, die Nachricht über einen der großen Dienste zu schicken, die fast jede Handy-App dafür nutzt. Tagfalter hat sich gegen diesen Weg entschieden. Die Nachricht nimmt den Weg vom eigenen Rechenzentrum in Tirol direkt aufs Handy, ohne dass ein weiterer Dienst von außen dazwischen hängt und mitliest, wer wann was bestellt hat. Das hat die Woche spürbar länger gemacht. Beim Probieren hat sich ein Handy mehr als einmal von selbst abgemeldet, weil ein harmloser Fehler wie eine Abmeldung behandelt wurde. Das ist behoben.

Ehrlich dazugesagt: Die Tagfalter-App, die diese Nachrichten anzeigt, wird gerade erst im kleinen Kreis probiert. Vorher wurde noch etwas anderes ausgemacht, bevor eine Zeile davon gebaut wurde: Was braucht eine Bestellung am Handy überhaupt? Eine Liste der offenen Bestellungen, ein Tipp auf die Nachricht, der genau dort landet, und ein Knopf für Erledigt. Mehr soll es nicht werden, damit auch die Aushilfe am Samstag damit zurechtkommt.

Ein Gericht ist kein Produkt im Schaufenster

Die zweite Frage kam beim Einrichten der Speisekarte. Jedes Gericht ist für die Seite im Hintergrund ein Produkt, damit der Warenkorb damit umgehen kann. Nur: Ein Schnitzel braucht auf der Speisekarte kein Foto, im Shop daneben aber schon, sonst steht dort eine leere Kachel mit einem Preis. Bei einem Gasthof mit Hofladen wäre der Shop plötzlich voll mit grauen Feldern zwischen dem Speck und dem Schnaps.

Es standen zwei Möglichkeiten im Raum. Ein Schalter, mit dem du selbst einstellst, was im Shop erscheint. Oder eine feste Regel, die für alle gilt. Tagfalter hat die Regel genommen: Im Shop erscheint, was ein Foto hat. Alles ohne Foto bleibt bestellbar, wo es hingehört, auf der Speisekarte, taucht aber im Schaufenster nicht auf. Der Grund gegen den Schalter ist einfach. Jeder Schalter ist eine Einstellung mehr, die jemand finden, verstehen und richtig setzen muss, und erfahrungsgemäß verkauft ein Produkt ohne Foto ohnehin kaum. Die Regel nimmt dir diese Entscheidung ab, und falls du ein Produkt doch im Shop willst, ist das Foto der eine Handgriff dafür.

Nicht alles lief glatt. Beim Testen weigerte sich der Warenkorb beim dritten Gericht mit dem Hinweis, es lägen noch Produkte aus dem Shop darin. Die Gerichte, die vor dem neuen Speisekarten-Editor angelegt worden waren, trug die Seite im Hintergrund nicht als Gerichte ein. Das ist behoben. Solche Dinge zeigen sich erst, wenn wirklich jemand bestellt.

Helle Fotos, dunkle Ansicht

Der dritte Faden ist unscheinbar. Die neuen Seiten der Speisekarte wurden mit dunklen Fotos und am hellen Bildschirm gebaut, und dort sah alles gut aus. Am Handy in der dunklen Ansicht war die Leiste mit dem Warenkorb cremefarben mit hellgrauer Schrift. „Tisch 1, ein Gericht“ und der Preis standen drauf, lesen konnte man es nicht. Im Blog lag das Problem umgekehrt: Auf Fotos von Schnee oder einer hellen Küche verschwanden Datum und Titel im Weiß. Dazu Pfeile zum Weiterblättern, die in der dunklen Ansicht nur als graue Kästchen zu erraten waren.

Daraus wurde keine neue Funktion, nur eine Reihe kleiner Korrekturen. Was bleibt, ist eine Regel für die Arbeit bei Tagfalter: Jede neue Seite wird in beiden Ansichten und mit hellen Fotos angeschaut, bevor sie als fertig gilt. Das klingt selbstverständlich. Diese Woche hat es gefehlt.

Was das für dich heißt

Wenn du ein Gasthaus oder eine Pension hast, kannst du Gerichte ohne Foto auf die Karte setzen, ohne dass dein Shop darunter leidet. Wer in deinem Shop stöbert oder abends deine Karte liest, hat im Dunkeln lesbare Zahlen. Die Nachricht, die dir sagt, dass gerade jemand bestellt hat, ist der Teil, an dem noch gearbeitet wird. Sobald er fertig ist, liest du es hier.

Probier es aus

Erfolg kommt vom Ausprobieren, und Tagfalter macht dir das leicht: Du wählst Design und Farbe, legst Fotos, ein paar Sätze und dein Angebot selbst an, in etwa einer halben Stunde. Wenn du Tagfalter noch nicht kennst: probier es 7 Tage kostenlos, danach ab 16,99 Euro im Monat, monatlich kündbar. Erfolg verspricht dir Tagfalter nicht, Hilfe dabei schon.

Foto: Mikhail Nilov auf Pexels

Quelle: https://tagfalter.rothirsch.tech/was-passiert-nach-dem-tippen-auf-bestellen/