Du strickst Socken. Drei Größen, vier Farben. Für den Shop heißt das bisher: zwölf Produkte anlegen, zwölfmal dasselbe Foto, zwölfmal derselbe Text. Oder ein Produkt mit dem Satz „Größe und Farbe bitte bei der Bestellung angeben“. Dann kommt die Bestellung ohne Größe, du schreibst zurück, wartest zwei Tage, und das Paket liegt so lange im Regal. Beide Wege kosten dich Abende, die du lieber mit Wolle verbringst.

Ein Produkt, das sich aussuchen lässt

Mit Varianten legst du die Socken einmal an. Auf der Produktseite sieht deine Kundschaft eine Auswahl: Größe 36 bis 38, 39 bis 41, 42 bis 44, dazu die Farbe. Sie wählt, legt in den Warenkorb, bezahlt. Die Bestellung kommt mit allem an, was du zum Einpacken brauchst. Kein Nachfragen, keine Mail hin und her.

Das Prinzip kennst du von jedem Marktstand: ein Schild für die Socken, darunter die Größen sortiert in Fächern. Niemand baut für jede Größe einen eigenen Stand auf.

Wofür Varianten gut sind

Für alles, was in Ausführungen kommt und sonst gleich bleibt. Der Speck vom Hof in 250 oder 500 Gramm. Die Vereinsjacke in S bis XXL. Foto und Beschreibung sind dieselben, die Ausführung ändert sich. Bei jeder Ausführung trägst du ein, was abweicht: der Preis, wenn die große Packung mehr kostet, und die Stückzahl, die davon im Regal liegt. Sobald die Stückzahl bei null steht, lässt sich diese Ausführung nicht mehr bestellen, die anderen bleiben im Verkauf.

So etwas könnte zum Beispiel eine Strickerei in Tirol machen. Das Produkt heißt „Wollsocken aus Schafwolle“, mit einem Foto vom ganzen Stapel. Darunter die Variante „Größe“ mit den Werten 36 bis 38, 39 bis 41, 42 bis 44, und die Variante „Farbe“ mit Natur, Grau und Rot. Bei 42 bis 44 in Rot steht die Stückzahl 3, weil heuer nur drei Paar fertig geworden sind. Der Preis bleibt überall gleich, sagen wir rund 25 Euro. Deine eigenen Preise und Stückzahlen trägst du natürlich selbst ein.

So legst du eine Variante an

  1. Geh in deinen Shop-Bereich und öffne das Produkt, oder leg ein neues an.
  2. Trag Titel, Foto und Beschreibung so ein, dass sie für alle Ausführungen passen.
  3. Füge Varianten hinzu: zuerst, wonach sich die Ausführungen unterscheiden (Größe, Farbe), dann die einzelnen Werte.
  4. Trag bei jeder Ausführung ein, was abweicht: Preis, Stückzahl.
  5. Schau dir die Vorschau an, geh im Kopf einmal selbst durch die Bestellung, und veröffentliche.

Für ein Produkt dauert das meist etwa so lange wie eine Tasse Tee. Hast du die Socken bisher als zwölf Produkte angelegt, nimmst du elf davon aus dem Shop, ohne sie zu löschen, und hängst die Varianten an das zwölfte.

Wo die Grenze liegt

Varianten sind für Ausführungen derselben Sache. Sobald sich Fotos und Beschreibung stark unterscheiden, etwa bei Socken und Haube, bekommt jedes sein eigenes Produkt. So findet es die Suche auf deiner Seite, und es passt in seine Kategorie.

Halte die Auswahl klein. Drei Größen und vier Farben überblickt jemand am Handy. Zwölf Farben in sechs Größen überblickt niemand, und wer nicht überblickt, kauft erfahrungsgemäß gar nicht. Lass im Zweifel die Farbe weg, die sich seit einem Jahr nicht verkauft hat.

Heute Abend ausprobieren

Varianten gehören zum Shop deiner Tagfalter Seite. Die Seite gibt es ab 16,99 Euro im Monat, den Shop buchst du dazu, beides monatlich kündbar. Wer die Seite selbst anlegt, testet sie 7 Tage kostenlos. Erfolg verspricht dir Tagfalter nicht, aber Hilfe, wenn du beim ersten Produkt hängen bleibst.

Leg dein erstes Produkt mit Varianten an

Foto: Liana Tril‘ auf Pexels

Quelle: https://tagfalter.rothirsch.tech/kennst-du-schon-varianten-im-shop/