Du hast im Herbst eingekocht. 30 Gläser Preiselbeermarmelade stehen im Keller, mehr gibt es heuer nicht. Du stellst sie in den Shop, freust dich über die ersten Bestellungen, und am Sonntagabend zählst du nach: 31 verkauft. Jetzt schreibst du jemandem eine Mail, die niemand gern bekommt. „Es tut mir leid, das Glas ist leider schon weg.“ Der Kauf war fertig, das Geld war da, und du musst es zurückgeben.
Das lässt sich mit einem einzigen Feld verhindern. Bei jedem Produkt in deinem Shop kannst du eine Stückzahl eintragen. Der Shop zählt sie bei jeder Bestellung herunter. Steht sie auf null, zeigt er das Produkt als ausverkauft an, und niemand kann es mehr in den Warenkorb legen.
Was der Zähler im Hintergrund macht
Du trägst einmal ein, wie viele Stück du hast. Ab dann läuft es von selbst: Jemand bestellt zwei Gläser, der Bestand sinkt von 30 auf 28. Jemand bestellt fünf, er steht auf 23. Beim letzten Glas sieht die Kundschaft noch „1 Stück“, danach „ausverkauft“. Du musst dafür nichts nachsehen und nichts von Hand umstellen.
Das Produkt bleibt dabei sichtbar. Wer es anklickt, sieht Fotos, Beschreibung und Preis, nur der Kaufknopf fehlt. Erfahrungsgemäß ist das gut so: Ein ausverkauftes Produkt sagt mehr über deinen Betrieb als ein leeres Regal. Es zeigt, dass andere Leute hier kaufen.
Kommt Nachschub, trägst du die neue Zahl ein, und der Kaufknopf ist wieder da.
Für wen die Stückzahl gedacht ist
Für alle, die eine begrenzte Menge haben und nicht nachproduzieren können, sobald etwas weg ist. Eingekochtes, Honig aus einem Jahrgang, ein Schnaps aus einer Brennung, handgefertigte Stücke, von denen es nur drei gibt. Oder Weihnachtskörbe, die du im November fertig packst und von denen es genau 40 gibt.
Wer ständig nachliefern kann, braucht das Feld nicht. Ein Betrieb, der Kerzen gießt, sobald die Bestellung kommt, lässt die Stückzahl leer. Dann gibt es keine Grenze, und der Shop verkauft weiter.
So trägst du den Bestand ein
Du öffnest in deinem Shop-Bereich die Produktliste und wählst das Produkt aus, das du bearbeiten willst. Im Formular findest du neben dem Preis das Feld für die Stückzahl. Dort trägst du die Menge ein, die wirklich da ist, und speicherst. Das dauert pro Produkt weniger als eine Minute. Bei zehn Produkten bist du nach einer Viertelstunde durch.
Zähl dabei ehrlich. Was du schon jemandem zugesagt hast, was du selbst behalten willst, was zum Verschenken gedacht ist, zieh vorher ab. Der Shop verkauft bis zur letzten Zahl, die du ihm gibst.
Ein Beispiel: die Brennerei im Pitztal
Stell dir eine kleine Brennerei im Pitztal vor. Aus der Vogelbeerernte vom Herbst sind 60 Flaschen geworden, mehr gibt es erst in einem Jahr. Die Brennerin stellt die Flasche in den Shop, trägt 60 Stück ein und schreibt in die Beschreibung: „Jahrgang 2026, 60 Flaschen, danach ist Schluss bis zur nächsten Ernte.“ Sie muss nichts mehr tun. Jede Bestellung zählt herunter. Wenn im Dezember die letzte Flasche weg ist, steht am Produkt „ausverkauft“, und die Anfragen danach beantwortet die Seite selbst.
Im Frühjahr trägt sie den Zwetschkenbrand ein: 120 Flaschen. Gleiche Handgriffe, anderes Produkt.
Wo der Zähler an seine Grenze kommt
Der Shop kennt nur, was online verkauft wird. Was über die Theke geht, auf dem Markt oder beim Nachbarn, zieht er nicht ab. Wer beides macht, trägt im Shop am besten nur die Menge ein, die wirklich für den Versand gedacht ist. Also statt 60 Flaschen vielleicht 40, und 20 bleiben im Laden. So kommen sich die zwei Regale nicht in die Quere, und du musst nicht jeden Abend nachrechnen.
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Foto: RDNE Stock project auf Pexels
Quelle: https://tagfalter.rothirsch.tech/kennst-du-schon-lagerbestand-im-shop/
