Stell dir vor: Da ist diese Kundin, die seit Jahren jeden Monat ihr halbes Kilo Kaffee bei dir holt. Bis sie einmal nicht kommt. Urlaub, Stress, vergessen. Am Freitagabend ist die Dose leer, und sie nimmt im Supermarkt irgendeine Packung mit. Nicht, weil die besser ist. „Ich wollte eh wieder bei euch vorbeischauen“, sagt sie beim nächsten Mal. Das stimmt sogar. Nur reicht guter Wille nicht, wenn man jeden Monat neu daran denken muss.
Genau diese Entscheidung kannst du ihr abnehmen. In deinem Tagfalter Shop kann ein Produkt ein Abo sein: Einmal bestellen, danach kommt es regelmäßig, und der Betrag wird automatisch eingezogen.
Was ein Abo in deinem Shop macht
Ein Abo ist ein Produkt wie jedes andere, mit Bild, Beschreibung und Preis. Der Unterschied: Der Preis gilt pro Monat oder pro Jahr. Wer bestellt, bezahlt nicht einmal, sondern laufend, ohne jedes Mal zurück auf deine Seite zu müssen. Du siehst in deiner Shop-Übersicht, wer gerade ein Abo hat, und kannst ein Abo dort auch beenden.
Dazu gibt es drei Dinge, die du beim Anlegen festlegst:
- Jahresrabatt. Du trägst einen Prozentsatz ein, der Jahrespreis wird daraus berechnet. Wer gleich für ein Jahr zahlt, bekommt den Nachlass, du bekommst das Geld im Voraus.
- Probetage. Wenn du willst, läuft das Abo die ersten Tage kostenlos. Das passt zu allem, was man erst einmal kennenlernen muss.
- Pflichtfragen. Du kannst Felder festlegen, die bei der Bestellung ausgefüllt werden müssen. Zum Beispiel: „Ganze Bohne oder gemahlen?“ Die Antwort steht dann bei der Bestellung, und du musst nicht nachfragen.
Was das Abo nicht macht: Es packt kein Paket. Es zieht das Geld ein und zeigt dir, wer dran ist. Den Versand, die Übergabe an der Theke oder den Kurstermin organisierst du wie bisher.
Für wen das passt
Für alle, deren Kundschaft ohnehin regelmäßig wiederkommt und sich nur das Wiederkommen sparen würde. Die Rösterei und die Bäckerei. Der Hof mit der Gemüsekiste. Das Yoga-Studio mit der Monatskarte. Und der Verein: Ein Mitgliedsbeitrag ist nichts anderes als ein Jahresabo, nur dass ihn heute noch jemand händisch nachtelefoniert.
Ein Beispiel
Eine Rösterei in Tirol legt ein Produkt an und nennt es „Kaffee-Abo: 500 g Hausmischung“. In der Beschreibung steht:
„Jeden Monat 500 g unserer Hausmischung, frisch geröstet, mit der Post zu dir. Versand ist drin. Du kannst jederzeit aufhören.“
Preis: 18 € im Monat. Jahresrabatt: 10 %, der Jahrespreis rechnet sich von selbst aus. Eine Pflichtfrage: „Ganze Bohne oder gemahlen?“ Dazu ein Foto von der offenen Packung. Fertig ist ein Produkt, das am Monatsersten von selbst verkauft, auch wenn die Rösterei gerade zu hat.
So legst du es an
Das geht an einem Abend, meist deutlich schneller:
- Leg in deinem Shop ein neues Produkt an, wie bei jedem anderen Artikel auch.
- Wähle als Produktart das Abo statt eines einfachen Produkts.
- Trag den Preis pro Monat ein und entscheide, ob es auch eine Jahresabrechnung gibt. Wenn ja, gib den Rabatt in Prozent an.
- Wenn du Probetage anbieten willst, trag die Anzahl ein. Wenn nicht, lass das Feld leer.
- Leg die Fragen fest, die bei der Bestellung beantwortet werden müssen. Nur die, die du wirklich brauchst. Für die Daten deiner Kundinnen und Kunden bist du selbst verantwortlich, geh sparsam damit um.
- Bild, Beschreibung, veröffentlichen.
Ein Tipp zum Text: Schreib dazu, dass man aufhören kann. Das klingt nach einem Nachteil, ist aber erfahrungsgemäß der Satz, der viele zum Bestellen bringt. Niemand will sich binden. Alle wollen, dass der Kaffee einfach da ist.
Und eine Grenze: Abgerechnet wird monatlich oder jährlich. Eine wöchentliche Gemüsekiste legst du also als Monatsabo an und schreibst in die Beschreibung, dass es vier Kisten pro Monat sind.
Ausprobieren
Der Shop ist eine Erweiterung zu deiner Tagfalter Seite. Die Seite gibt es ab 16,99 € im Monat, der Shop kommt dazu, beides jederzeit kündbar. Die ersten 7 Tage kosten nichts, und ein Abo ist in der Zeit längst angelegt. Deine Kundin muss dann nur noch einmal entscheiden. Danach entscheidet der Kalender für sie. Hier startest du deine Testphase.
Foto: Betül Üstün auf Pexels
Quelle: https://tagfalter.rothirsch.tech/kennst-du-schon-abos-im-shop/
